Servicefunktionen

Hauptinhalt

KfW Sonderfonds Energieeffizienz in KMU

Seit Februar 2008 wird mit dem Sonderfonds Energieeffizienz in KMU die Energieeffizienz von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gezielt gefördert. Neben der Bezuschussung von Energieberatungen können Unternehmen Unternehmen Investitionen in die Energieeffizienz über den Sonderfonds Energieeffizienz in KMU zinsgünstig finanzieren.

Die Energieberatung für Unternehmen besteht aus Initialberatung und Detailberatung. Die ein- bis zweitägige Initialberatung wird mit bis zu 80 Prozent der förderfähigen Tagessätze bezuschusst (maximal 640 Euro pro Beratungstag bei einer Bemessunggrenze von 1.600 Euro), die Detailberatung mit bis zu 60 Prozent des maximal förderfähigen Tagessatzes (maximal 480 Euro pro Tag) 4.500 Beratungen wurden bis Juni 2009 von der KfW gefördert. Die Förderung läuft noch bis 2011.

Der Sonderfonds Energieeffizienz in KMU bietet günstige Kredite zur Investitionsförderung. Gefördert werden Maßnahmen, die eine Energieeinsparung von mindestens 15 % bzw. 20 % erzielen. Es werden bis zu 100 % der förderfähigen Investitionskosten finanziert, maximal 10 Mio. Euro. Aus dem Maßnahmenpaket der Bundesregierung werden für 2009 weitere Mittel zur Verfügung gestellt, so dass der Zinssatz (ab 1,86%) besonders attraktiv ist und in diesem Jahr schon zusätzliche Kredite in Höhe von 300 Mio. Euro zugesagt werden konnten.

Eine Broschüre mit weiteren Informationen zum Sonderfonds Energieeffizienz in KMU des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi) finden Sie  hier.

Die Internetseite der KfW zum Sonderfonds Energieeffizienz in KMU finden Sie  hier.

Beispiel: Mittelrheinische Metallgießerei Heinrich Beyer

Das 1928 gegründete Unternehmen produziert Nichteisen-Metallguss. Aus Kupfer- und Aluminiumlegierungen werden in Strang- und Schleuderguss Metallhalbzeuge hergestellt. 2008 wurden mit 185 Mitarbeitern 3.000 t Metallguß produziert. Die Schmelzanlagen entsprachen nicht mehr dem Stand der Technik. "Das waren regelrechte Stromfresser", meint der kaufmännische Direktor Ulrich Bach. Im Zuge einer Kapazitätserweiterung wurden drei alte Elektroöfen durch einen neuen, sogenannten Netzfrequenz-Induktionsrinnenofen ersetzt. Finanziert wurde der neue Ofen durch ein ERP-Darlehen über 500.000 Euro aus dem Sonderfonds Energieeffizienz in KMU.
Der neue Ofen benötigt etwa 27 Prozent weniger Energie als die drei alten Elektroöfen. Die Stromrechnung des Unternehmens wird daher in den nächsten Jahren erheblich niedriger ausfallen als zuvor. Das ist kein Einzelfall: Forscher des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung haben errechnet, dass bis zu 20 Prozent des Stromverbrauchs in Industrie und Gewerbe in den nächsten zehn Jahren durch rationellere Nutzung eingespart werden kann.