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3. Preis Evonik Industries AG

Innovative Effizienzmaßnahmen im Rahmen eines konzernweiten Energiemanagements.


Von links nach rechts: Dr. Wolfram von Fritsch (Deutsche Messe AG, Vorsitzender des Vorstands), Prof. Dr. Hans Peter Keitel (Bundesverband der Deutschen Industrie e.V., Präsident), Konrad Listl (Evonik), Michael Primke (Evonik), Dr. Jens Busse (Evonik), Dr. Hans-Jürgen Kreß (Evonik), Gregor Westphal (Evonik), Jochen Homann (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie; Staatssekträr)

Aus einem konzernweiten Energiemanagement heraus hat die Evonik
Industries AG innovative Energieeffizienzmaßnahmen entwickelt
und umgesetzt, zum Beispiel die stufenweise Optimierung einer thermischen
Nachverbrennungsanlage.

Das sogenannte „Effiziente Energiemanagement (EEM)“ wurde im Unternehmen etabliert, um die Effizienz der Energienutzung stetig zu steigern. Dabei sollen die Erfahrungen einzelner Bereiche und Standorte auf das gesamte Unternehmen übertragen werden. Zur Kosten- und Emissionssenkung soll sichergestellt werden, dass jeder Produktionsstandort die eingesetzte Energie so effizient, wie nach dem „Stand der Technik“ möglich ist, nutzt.

Zu einer ersten Ermittlung des Einsparpotenzials dient der eigens entwickelte „EEM Quick-Check“, ein Fragebogen, der auf der Basis der bisherigen Erfahrungen erste Hinweise auf mögliche Optimierungspotenziale liefert. Auf der Grundlage der hier gewonnenen Ergebnisse werden interdisziplinäre Expertenteams gebildet, die alle Prozesse der Energieerzeugung, -verteilung und -nutzung analysieren und Maßnahmenvorschläge entwickeln. Bis heute wurden auf diese Weise 26 der 109 Produktionsstandorte des Geschäftsfeldes Chemie von Evonik untersucht und Einsparpotenziale zwischen 4 und 25 Prozent der Jahresenergiekosten aufgedeckt. Es wurden bereits etwa 250 Optimierungsmaßnahmen erarbeitet, von denen bisher 90 umgesetzt sind.

Bewertung
Evonik hat unternehmensweit ein umfassendes Energiemanagement entwickelt. Es wird operational an 26 Standorten angewendet und besitzt dadurch eine große Hebelwirkung. Vorbildlich ist unter anderem die Einberufung abteilungsübergreifender Expertenteams und die Einbindung der Mitarbeiter an den Standorten, die eigene Vorschläge zur Optimierung einbringen konnten. Das von Evonik entwickelte Energiemanagement kann als Vorbild für andere Industriekonzerne dienen, die eine Energieeffizienzsteigerung systematisch und standortübergreifend verankern möchten. Durch die internationale Aufstellung des Unternehmens kann diese Expertise auch in andere Länder übertragen werden und dort ähnliche Entwicklungen anstoßen.

Eine detaillierte Darstellung der Energieeffizienzmaßnahmen des Projekts  "Innovative Effizienzmaßnahmen im Rahmen eines konzernweiten Energiemanagements" der Evonik Industries AG finden Sie in einem Datenblatt.


Verwaltungsgebäuder der Evonik Industries AG
HCM-Anlage im Werk Mönchsmünster der Evonik Industries AG
Rauchgaskamin im Werk Mönchsmünster

Durchgeführte Effizienzmaßnahmen

Schwerpunkte des Energiemanagements.

  • Standortbezogene Analyse der Erzeugung, Verteilung und Nutzung der benötigten Primär- und Sekundärenergien.
  • Gemeinsame Projektbearbeitung durch Standortmitarbeiter und Fachexperten.
  • Dokumentation der erarbeiteten Optimierungsmaßnahmen in Umsetzungsplänen.
  • Unternehmensweiter Austausch der erzielten Ergebnisse der Energieeffizienzmaßnahmen.

Optimierung der Nachverbrennungsanlage am Produktionsstandort
Münchsmünster.

  • Reduzierung der zur Verbrennung eingesetzten Erdgasmenge
    durch Optimierung der beiden Turbinen.
  • Installation eines Rohrbündelwärmetauschers, der das Kesselspeisewasser
    mit überschüssigem Heizdampf stärker vorwärmt
    als bisher.
  • Optimierung der Kesselspeisewasservorwärmung durch Installation
    eines Economizers im Rauchgasstrom in Verbindung mit
    einem zweischaligen Rauchgaskamin.
  • Eine in Bezug auf den Restsauerstoffgehalt optimierte Fahrweise
    der Brennkammer.